Deutschland fehlen Pflegekräfte – daran hat sich trotz aller Anwerbeprogramme nichts geändert. Wer heute international rekrutiert, denkt an die Philippinen, Vietnam, Mexiko oder Kolumbien. Dort konkurrieren deutsche Einrichtungen längst mit Kliniken aus den USA, Kanada und untereinander um dieselben Bewerber. Es gibt jedoch ein Land, das bisher kaum jemand auf dem Zettel hat: Guatemala.
Warum ausgerechnet Guatemala?
In Guatemala ist Pflege kein Ausbildungsberuf, sondern ein Studium. Die Licenciatura en Enfermería ist ein mehrjähriges Universitätsstudium mit theoretischer und praktischer Ausbildung – die Absolventinnen und Absolventen bringen damit eine akademische Qualifikation mit, die dem deutschen Anerkennungsverfahren eine solide Grundlage bietet.
Daneben existiert mit der Auxiliar de Enfermería eine staatlich anerkannte Ausbildung für Pflegehilfskräfte.
Das Bemerkenswerte: Während die Bundesagentur für Arbeit mit Programmen wie „Pflegekräfte Lateinamerika“ bereits in Mexiko und Kolumbien aktiv ist und Triple Win in Brasilien und El Salvador rekrutiert, ist Guatemala bisher von keinem deutschen Anwerbeprogramm erschlossen. Für Einrichtungen bedeutet das: motivierte, gut ausgebildete Kandidatinnen und Kandidaten – ohne den Wettbewerb, der in den etablierten Herkunftsländern längst tobt.
Rechtlich sauber: private Anwerbung ist zulässig
Ein wichtiger Punkt für Träger: Guatemala steht nicht auf der WHO-Liste der Länder mit kritischem Gesundheitspersonalmangel (Anlage zu § 38 BeschV). Die private Anwerbung von Pflegekräften aus Guatemala ist damit rechtlich ausdrücklich zulässig. Für Pflegefachkräfte mit Hochschulabschluss steht zudem das beschleunigte Fachkräfteverfahren nach § 81a AufenthG offen, das die Verfahrensdauer deutlich verkürzt.
Faire Anwerbung als Grundprinzip
Seriöse Vermittlung erkennt man an einem Grundsatz: Die Pflegekraft zahlt nichts. Nach dem Employer-Pays-Prinzip – wie es auch das Gütezeichen „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ vorsieht – trägt die aufnehmende Einrichtung die Kosten für Sprachkurs, Anerkennung und Anreise. Das schützt die Pflegekräfte vor Verschuldung und die Einrichtung vor unzufriedenem Personal, das nur kommt, um Schulden abzuarbeiten.
Ehrlich gesagt: Es dauert – und lohnt sich trotzdem
Wer heute mit der Anwerbung beginnt, hat nicht nächsten Monat besetzte Stellen. Realistisch dauert der Weg von der Auswahl bis zum Arbeitsantritt 12 bis 15 Monate – der größte Teil davon entfällt auf die Sprachausbildung bis zum B2-Niveau, das vor der Einreise nachgewiesen werden muss. Genau deshalb gilt: Der beste Zeitpunkt zu starten ist jetzt. Einrichtungen, die heute beginnen, besetzen ihre Stellen verlässlich im kommenden Jahr – statt weiter teure Zeitarbeit zu bezahlen.
Über uns
Die Munck Solutions GmbH aus Nürnberg vermittelt Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte und Auszubildende aus Guatemala an deutsche Pflegeeinrichtungen und Kliniken. Durch familiäre Wurzeln in Guatemala verfügen wir über ein persönliches Netzwerk vor Ort – keine anonyme Massenrekrutierung, sondern Auswahl mit persönlicher Kenntnis der Menschen und Strukturen. Wir begleiten den gesamten Prozess: von der Vorauswahl über Sprachausbildung und Anerkennung bis zur Integration in Ihrem Haus.
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